Silicon Valley Teil 2

Teil 2 von 2. Heute geht es weiter mit der Silicon Valley Tour. Und das härter als geplant…Der Morgen gestaltet sich als very tough business. Was ist geschehen….Sind wir überfallen worden? Nein! Haben wir uns verlaufen und die Füße Wund gelaufen? Nein! Das der Morgen heute so hart ist, hat eigentlich einen sehr charmanten Hintergrund!

Am Abend zuvor gehen wir noch einmal auf Erkundungstour und entdecken einen richtig netten Club. Oha! Kein Touri-Schuppen, sondern so richtig mittendrin und unter Locals. Tolle Atmosphäre, very good live Music und dazu ein Pitcher Bier. Und da kommen wir zur Ursache für den Morgen danach. Denn zu dem EINEN Pitcher muss gesagt werden: Wir durften einige Sorten vorher probieren, bevor wir uns für eins entscheiden, das für den vermeintlich so oberkritischen deutschen Biergaumen annehmbar ist 😉 Very charming people here! Doch durch dieses großzügige Angebot bleiben wir länger als angedacht und so erklärt sich der etwas härtere Start in den Tag mit einem kleinen, aber “feinen” Hangover. Der Entdeckerdrang siegt dennoch eindeutig über Hangover. SF ist eben eine motivierende Stadt und es steht eine Sightseeing Tour auf dem Plan. Wir packen die Taschen und fahren Richtung Big Sur. Eine Empfehlung von einem ex Motorolla Mitarbeiter, den ich am Hotel kennengelernt habe.

Big Sur ist ein etwa 100 Meter langer Küstenabschnitt und allein die Fahrt dahin ist ein Augenschmaus. Dort angekommen empfängt uns eine wunderschöne grüne Landschaft samt malerischer Felsenküste. Komplett durchfahren können wir allerdings nicht, da die Hauptstraße irgendwann gesperrt ist. Dafür entdecken wir ein grandioses Diner in der Nähe und genießen unseren Lunch sehr entspannt quasi direkt an einem Fluss – das “BIG SUR RIVER INN COUNTRY DINER“. Nach dem Essen noch ein Stop am Fluss. Anschließend geht es auf der gleichen Strecke zurück. Trotz gleicher Route, gibt es wieder eine Menge zu entdecken. Dieser Tag war definitiv ein super Trip, um die Batterien aufzuladen.

Der nächste Morgen. Heute wollen wir definitiv wieder in den Spirit von Silicon Valley eintauchen. Dafür braucht es natürlich auch ein gutes Frühstück. Wir erblicken einen deutschen Bäcker und nach typisch deutschem Graubrot und Mohnbrötchen sind wir bereit für den Tag. Los geht’s Richtung “Apple Garage“. Das Haus steht seit 2013 unter Denkmalschutz. Man darf nicht wirklich nah ran und es steht ein NO TRESPASSING Schild direkt an der Garageneinfahrt. Natürlich lassen wir es uns trotzdem nicht nehmen ein Foto-Shooting zu veranstalten 😉

Nach erfolgreichem Foto-Shooting geht es zum Facebook Campus. Wir sehen bunte Gebäude und volle Parkplätze und treffen auf Parkplatzanweiser, die uns auch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten keinen freien Parkplatz herbeizaubern können. Wir hatten gedacht wenigstens etwas Event-Feeling zu erhaschen, aber daraus wird leider nichts. Das einzige, was wir neben Parkplätzen und deren Hütern noch vor unsere Kamera bekommen, ist das Facebook Unternehmensschild, auf dem auf der Rückseite übrigens noch SUN zu lesen ist. Facebook scheint auch auf den Recycle Trend zu setzen, die Geschichte festhalten zu wollen (beides wäre doch recht sympathisch), oder nach dem Kauf der Sun Gebäude 2011 an einem Standort wie diesem war einfach kein Geld mehr für ein neues Schild übrig…wir konnten nicht nachfragen.

Nun gut. Ab ins Auto, weiter zum Google HQ. Hier ist die Parkplatz-Situation etwas entspannter. Allerdings müssen wir zuvor gefühlt zig Kilometer um Google herum-, hinfort und wieder herumfahren, bis ein passender Platz gefunden ist. Macht aber nichts, denn gleich am Eingang zum Google HQ werden wir dafür vom freundlichen Androiden Lolli begrüßt samt Gefolge. Natürlich wieder: FOTO-SESSION 🙂

Anschließend noch ein kurzer Abstecher in den Merchandising-Shop. Vielleicht gibt es ja doch was außer- oder ungewöhnliches? Nö, macht aber nichts. Hat trotzdem Spaß gemacht 😉 Draußen entdecken wir dann noch eines der Google Campus Fahrräder, die überall auf dem Gelände verteilt sind und den MitarbeiterInnen zur Verfügung stehen (sofern sie noch da sind, im Laufe der Zeit sollen so einige verschwunden sein…). Ich halte fest: Das beeindruckendste hier sind die gewaltigen Ausmaße der HQs der big Companies – die sind wahrlich ein Erlebnis, wenn man davor steht.

Nach einem kleinen Stopp in einem der 7-eleven Shops , machen wir uns auf zum Apple HQ – Infinite Loop 1. Danach gleich weiter zum neuen Standort – dem Spaceship von Apple. Gigantisch! Neben dem visuellen Input wird es nun aber auch mal wieder Zeit für ein paar Fakten, um seine Festplatte aufzumotzen. Somit ab ins INTEL Museum. Klein aber fein. Hintergrundinformationen für die eigene Festplattenoptimierung und Abrufen und Überprüfung des eigenen Technik-Wissens. Mission successful completed. Zurück im Hotel ist dann Zeit für ein weiteres Team-Meeting gespickt mit Analysen und Strategien für die Zukunft, ein inspirierender Datentransfer sozusagen. Dieser Ort ist ganz klar der richtige für zukunftsweisenden Input und richtungsgebenden Output.

Am nächsten Tag verlassen wir uns einfach mal auf den virtuellen Touri-Guide. Wieder am Flughafen vorbei, weiter zur Traumstadt San Francisco. Mit dem online gebuchten Big Bus Tour Ticket zum Schalter und sich sein Busticket geben lassen und ab in einen der großen roten Doppeldecker Busse (London lässt grüßen ;)). Natürlich gleich nach oben, um die Stadt optimal bewundern zu können. Wer dem Englischen nicht so gewachsen ist, kann sich übrigens in einer von 10 weiteren Sprachen die Stadt erklären lassen. Nice. Großartige Stadt, augenaufreißende Mietpreise und mit ganz unterschiedlich geprägten Ecken, internationalen Bewohnerinnen und Bewohnern bietet SF ein facettenreiches Flair, das man sich von einer Metropole wünscht. Natürlich fahren wir auch über die Golden Gate Bridge und steigen auf der Aussichtsplattform aus, um … naja … Fotos zu machen 🙂 Hier erfahren wir auch gleich einen etwas makaberen Nickname der Golden Gate Bridge “Die Brücke des Todes“. Über 1.700 Selbstmorde sind seit ihrer Einweihung 1937 verzeichnet. Doch schon vor ihrer Fertigstellung starben 10 Arbeiter, am 17. Februar 1937, als das Auffangnetz unter ihrem Aufprall riss. 19 Arbeiter, die das Fangnetz gerettet hatte, gründeten den “Half Way To Hell Club“. Die Golden Gate Bridge – beeindruckendes Bauwerk und ein echtes Hollywood-Drama. Wir haben genug und ziehen weiter.

Mit einem anderen Bus, der auch gleich vor Ort bereit steht, geht es weiter, inklusive Infos zur Stadt und tollen Ausblicken. Nach der Bustour geht es zur kurvenreichsten Straße der Welt: die Lombard Street. Anschließend ein weiterer Klassiker PIER 39. Ein turbulenter Teil des Fisherman’s Wharf, das bekannte Hafenviertel in San Francisco. Pier 39 ist übrigens genau der richtige Ort, um seinen Liebsten daheim ein paar Souvenirs zu besorgen.

Der letzte Tag. Heute geht es nach Santa Cruz. Strand, Sonne, Meer. Ein bisschen umschauen, um noch ein paar klassische California Dreamin’ Eindrücke aufzusaugen und die letzten Tage Revue passieren zu lassen bevor es wieder in die Heimat geht. Auch wenn ich hier in meinem Reisereport nur einige der Erlebnisse berichtet habe, denke ich, das klar ist, San Francisco ist eine Reise wert. Toller Spirit, charmante Menschen und Silicon Valley für uns definitiv inspirierend. Eine Menge Input, ganz vorne dabei eine Menge Technologie zu bestaunen – von den Anfängen bis in die Zukunft! Zurück im Hotel steht jetzt nur noch ein Tagespunkt auf der Liste: gemeinsames Abendessen in Little Italy. Nicht weit von uns und definitiv a charming way to say goodbye.

Wieder in einer A380 Maschine von Airbus freuen wir uns jetzt alle auf die Heimat.

 

Bis zum nächsten Mal!

Euer Chefkoch – Normen Ludwig-von Paledzki